Ratgeber · Websites für Handwerker
Website für SHK-Betriebe: Diese Inhalte zählen
Wer eine kaputte Heizung hat, sucht anders als jemand, der in einem Jahr ein neues Bad plant. Eine gute SHK-Website trennt diese Anliegen, macht den richtigen Weg zum Betrieb sofort sichtbar und hilft nebenbei bei der Suche nach Fachkräften.
Sanitär, Heizung und Klima: Kaum ein Gewerk hat so unterschiedliche Kundenanliegen unter einem Dach. Der Kundendienst-Anruf am Montagmorgen, die Beratung zum Heizungstausch, die Badsanierung, der Wartungsvertrag. Wenn die Website all das in einem einzigen Text abhandelt, finden Besucher nicht, was sie suchen, und Google versteht nicht, wofür Ihr Betrieb steht.
Nach Anliegen gliedern, nicht nach Gewerk
Denken Sie die Navigation aus Sicht der Kunden. Bewährt hat sich eine Aufteilung in eigene Seiten oder Bereiche:
- Kundendienst und Reparatur: Heizung fällt aus, Wasser läuft, Therme meldet einen Fehler. Hier zählt der schnellste Weg zum Telefon.
- Heizung modernisieren: Heizungstausch, Wärmepumpe, Hybridlösungen, mit dem Ablauf von Beratung über Planung bis zur Inbetriebnahme.
- Bad und Sanitär: Badsanierung, barrierearmes Bad, Austausch einzelner Objekte, idealerweise mit echten Projektbeispielen.
- Wartung: was eine Wartung umfasst, wie man einen Termin bekommt und ob Sie Wartungsverträge anbieten.
- Klima und Lüftung, wenn Sie es anbieten.
Jede dieser Seiten kann bei Google für die passende Suche gefunden werden, etwa „Wärmepumpe Installateur + Ort“ oder „Badsanierung + Ort“. Wie viele Seiten sinnvoll sind, erklärt der Artikel One-Pager oder mehrseitige Website.
Kundendienst: der schnellste Weg zur Hilfe
Wer mit einem akuten Problem kommt, liest keine Texte. Er braucht in Sekunden die richtige Nummer und klare Informationen:
- Telefonnummer gut sichtbar und auf dem Handy direkt antippbar.
- Wann Sie erreichbar sind und ob es einen Notdienst gibt, mit ehrlichen Zeiten.
- Ein kurzes Formular für nicht dringende Reparaturen: Gerät oder Anlage, Fehlerbild, Adresse, Rückrufnummer. Optional ein Foto vom Typenschild oder der Fehlermeldung, das spart oft eine Anfahrt.
- Einsatzgebiet, damit niemand aus 80 Kilometern Entfernung anruft.
Kommen viele Anrufe, während das Team auf Einsätzen ist, kann ein KI-Telefonassistent das Anliegen aufnehmen und einen Rückruf anlegen.
Heizung und Wärmepumpe: Beratung vorbereiten
Beim Heizungstausch recherchieren Kunden lange, bevor sie anfragen. Hier lohnt es sich, die häufigsten Fragen ehrlich zu beantworten: Für welche Häuser kommt eine Wärmepumpe in Frage? Wie läuft eine Beratung ab? Was brauchen Sie vom Kunden, etwa Baujahr, Wohnfläche, bisherige Heizung und Verbrauch? Ein Anfrageformular mit genau diesen Feldern macht das erste Gespräch kürzer und konkreter.
Zu Förderprogrammen gilt: Weisen Sie darauf hin, dass Sie beraten, verlinken Sie auf die offiziellen Stellen und vermeiden Sie konkrete Prozentsätze, die schnell veralten.
Bad: Projekte statt Prospektbilder
Für Badsanierungen gilt dasselbe wie bei Fliesenlegern: Echte Bäder überzeugen mehr als Herstellerbilder. Zeigen Sie einige Projekte mit kurzer Beschreibung und, wenn möglich, Vorher-nachher. Nutzen Sie Herstellerfotos nur mit Erlaubnis und kennzeichnen Sie Partnerschaften nur, wenn sie bestehen. Ideen zur Projektgalerie finden Sie im Artikel Website für Fliesenleger.
Fachkräfte und Auszubildende
Für viele SHK-Betriebe ist die Website auch ein Werkzeug zur Personalsuche. Eine eigene Karriereseite mit offenen Stellen, Arbeitszeiten, Ausstattung, echten Fotos aus dem Betrieb und einem einfachen Bewerbungsweg, etwa per Formular oder WhatsApp, wirkt oft mehr als eine Anzeige in einem Jobportal.
Lokal sichtbar sein
SHK-Leistungen werden fast immer in der Nähe gesucht. Pflegen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil, nennen Sie Ihr Einsatzgebiet auf der Website und schreiben Sie Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich. Für Leistungen mit hohem Auftragswert kann zusätzlich Google Ads sinnvoll sein.
Alle Grundlagen in einer Liste: Die Checkliste für Handwerker-Websites deckt Inhalte, Kontaktwege, Pflichtangaben und Technik ab.
Häufige Fragen
Soll ich Förderprogramme auf meiner Website erklären?
Ein kurzer Hinweis, dass Sie bei Fördermöglichkeiten beraten, ist sinnvoll. Konkrete Fördersätze und Bedingungen ändern sich jedoch immer wieder. Verlinken Sie dafür lieber auf die offiziellen Stellen und halten Sie Ihre eigenen Angaben allgemein, damit nichts Veraltetes auf der Seite steht.
Wie zeige ich einen Notdienst richtig an?
Nur, wenn Sie ihn wirklich anbieten, und dann mit klaren Bedingungen: für welche Fälle, zu welchen Zeiten und unter welcher Nummer. Unklare Versprechen wie „rund um die Uhr“ führen zu Enttäuschung, wenn niemand abhebt.
Lohnt sich eine eigene Karriereseite?
Wenn Sie Monteure oder Auszubildende suchen, ja. Bewerber informieren sich zuerst online. Eine Seite mit offenen Stellen, Arbeitsalltag, echten Fotos und einem kurzen Bewerbungsweg ohne Anschreiben-Pflicht senkt die Hürde deutlich.
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