Ratgeber · Lokales Marketing
Google Ads für Handwerker: Wann lohnt es sich?
Mit Google Ads erscheinen Sie über den normalen Suchergebnissen, genau dann, wenn jemand nach Ihrer Leistung in Ihrer Region sucht. Das kann sehr gut funktionieren oder viel Geld kosten. Woran Sie erkennen, ob es für Ihren Betrieb passt, und worauf es beim Start ankommt.
Suchanzeigen bei Google haben einen großen Vorteil: Sie erreichen Menschen in dem Moment, in dem sie einen Handwerker suchen. Wer „Badsanierung + Ort“ oder „Elektriker Wallbox“ eingibt, hat meist ein konkretes Vorhaben. Gleichzeitig ist Google Ads kein Selbstläufer. Ohne klare Eingrenzung und eine überzeugende Zielseite fließt Budget ab, ohne dass das Telefon klingelt.
Wann Google Ads für Handwerker sinnvoll ist
- Es gibt konkrete Suchen nach Ihrer Leistung in Ihrer Region, etwa nach Badsanierung, Wärmepumpe, Dachsanierung oder Wallbox.
- Ein Auftrag ist so viel wert, dass sich die Kosten pro Anfrage rechnen.
- Sie haben Kapazität für zusätzliche Aufträge, oder wollen gezielt eine Leistung stärken, zum Beispiel lukrativere Sanierungen statt Kleinaufträge.
- Ihre Website überzeugt und macht die Anfrage einfach.
Weniger sinnvoll ist Google Ads, wenn Ihr Kalender ohnehin auf Monate voll ist, wenn kaum jemand nach Ihrer Leistung sucht oder wenn die Seite, auf der Besucher landen, keine klaren Informationen und keinen einfachen Kontaktweg bietet.
Die fünf Stellschrauben beim Start
1. Region
Grenzen Sie das Gebiet auf den Umkreis ein, in dem Sie tatsächlich arbeiten möchten. Eine Anfrage aus 100 Kilometern Entfernung kostet Geld und bringt keinen Auftrag.
2. Suchbegriffe
Wählen Sie Begriffe mit klarer Absicht, etwa „Badsanierung“ statt „Bad Ideen“. Ergänzen Sie ausgeschlossene Begriffe, damit Ihre Anzeigen nicht bei Suchen nach Jobs, Anleitungen zum Selbermachen oder Baumärkten erscheinen.
3. Anzeigentext
Nennen Sie Leistung, Ort und einen konkreten Grund, Sie anzurufen, ohne Versprechen, die Sie nicht halten können. Telefonnummer und Ortsangaben lassen sich als Ergänzungen zur Anzeige hinzufügen.
4. Zielseite
Die Anzeige sollte auf eine Seite führen, die genau zur Suche passt, nicht auf eine allgemeine Startseite. Ob dafür eine Leistungsseite reicht oder eine eigene Landingpage besser ist, erklärt der Artikel Landingpage oder Website für Google Ads.
5. Messung
Ohne Messung wissen Sie nicht, welche Anzeigen Anfragen bringen. Zählen Sie Anrufe und Formularanfragen als Ziel. Beachten Sie dabei den Datenschutz: Für Mess- und Marketingdienste ist in der Regel vorher eine Einwilligung der Besucher nötig, und Ihre Datenschutzerklärung muss die eingesetzten Dienste nennen.
Budget: begrenzt testen, dann entscheiden
Wie viel ein Klick kostet, hängt vom Wettbewerb um die Suchbegriffe in Ihrer Region ab und lässt sich vorab nur grob einschätzen. Starten Sie deshalb mit einem begrenzten Budget, werten Sie nach einigen Wochen aus, wie viele echte Anfragen entstanden sind, und entscheiden Sie dann, ob Sie ausbauen, umsteuern oder aufhören. Das Werbebudget zahlen Sie direkt an Google, die Betreuung ist eine eigene Leistung.
Google Ads oder SEO?
Anzeigen bringen sofort Sichtbarkeit, die endet, sobald Sie nicht mehr zahlen. Lokale SEO baut Sichtbarkeit auf, die bleibt, braucht aber Zeit. Für viele Betriebe ist die Kombination sinnvoll: eine gute Website und ein gepflegtes Unternehmensprofil als Fundament, Anzeigen gezielt für Leistungen, die zusätzliche Aufträge bringen sollen.
Häufige Fragen
Wie viel Werbebudget brauche ich?
Eine pauschale Zahl wäre unseriös. Das Budget hängt davon ab, wie stark in Ihrer Region um Ihre Suchbegriffe geboten wird, wie groß Ihr Einsatzgebiet ist und wie viele Anfragen Sie überhaupt bearbeiten können. Sinnvoll ist ein begrenzter Test mit klar ausgewerteten Ergebnissen, bevor Sie das Budget erhöhen.
Bezahle ich für jede Anzeige, die angezeigt wird?
Bei Suchanzeigen zahlen Sie in der Regel pro Klick, nicht pro Einblendung. Deshalb ist es so wichtig, dass die Seite hinter der Anzeige überzeugt: Jeder Klick kostet, egal ob daraus eine Anfrage wird.
Kann ich Google Ads selbst betreuen?
Grundsätzlich ja. Die Oberfläche ist aber umfangreich, und Standard-Einstellungen sind nicht immer auf kleine, lokale Betriebe zugeschnitten. Wer selbst startet, sollte mindestens Region, Suchbegriffe, ausgeschlossene Begriffe und die Messung von Anfragen sorgfältig einrichten.
Ihr nächster Schritt
Wir prüfen mit Ihnen, ob Google Ads für Ihre Leistungen und Ihre Region sinnvoll ist, richten Kampagnen ein und betreuen sie. Den Preis für die Betreuung kalkulieren wir individuell und nennen ihn vorab schriftlich. Ergebnisse garantieren wir nicht, wir sagen Ihnen aber offen, was realistisch ist.